Kommu­na­ler Wohnungs­bau statt Schrottwohnungen

Zur Berichterstattung über die katastrophalen, menschenverachtenden Wohnverhältnisse in der Bismarckstraße

Zur Bericht­erstat­tung über die kata­stro­pha­len, menschen­ver­ach­ten­den Wohn­ver­hält­nisse in der Bismarck­straße nehmen der Kreis­vor­stand DIE LINKE und Rats­frau Gabi Ritter wie folgt Stellung:

Seit vielen Jahren schon weist DIE LINKE darauf hin, dass in Flens­burg “Schrott­woh­nun­gen” völlig unkon­trol­liert zu Wucher­prei­sen vermie­tet werden können. Die Miete für diese Behau­sun­gen rich­tet sich immer nach dem gülti­gen Satz der „Kosten für Unter­kunft“ und wird über­wie­gend vom Jobcen­ter aus Steu­er­gel­dern finan­ziert. Die von der Orga­ni­sa­tion „Helfer­herz“ offen­ge­leg­ten Zustände in der Bismarck­straße und die menschen­ver­ach­tende Haltung des Herrn Staats haben den Finger in die offene Wunde des „freien“ und priva­ten Wohnungs­mark­tes gelegt. Herr Staats hat allein durch die Vermie­tung der Bismarck­straße Miet­ein­nah­men von ca. 61.000 Euro Warm­miete jähr­lich. In einer 2. Immo­bi­lie des Herrn Staats in der Glücks­bur­ger Straße sollen ähnli­che Zustände herr­schen. Darüber hinaus empört uns die Einstel­lung des Vermie­ters, der anschei­nend jegli­che Hemmun­gen und Gefühl von Mensch­lich­keit verlo­ren hat. Wir begrü­ßen, dass die Stadt Flens­burg auf dem Weg ist Stel­len zu beset­zen, die zur Kontrolle der Flens­bur­ger Miet­land­schaft geschaf­fen worden sind. Das allein reicht aber nicht. Es braucht auch eine kommu­nale Wohnungs­bau­ge­sell­schaft, die Wohn­al­ter­na­ti­ven unab­hän­gig von priva­ten Vermieter:innen schaf­fen kann. Es braucht mehr Sozi­al­ar­beit, durch die Menschen in schwie­ri­gen Situa­tio­nen beglei­tet und unter­stützt werden. Nur so kann gesell­schaft­li­che Teil­habe ermög­licht werden. Diese Aufgabe dürfen wir nicht allein Initia­ti­ven wie „Helfer­herz Flens­burg“ aufbür­den. Wir freuen uns, dass sich nach der SPD nun auch die Grünen in Flens­burg für den kommu­na­len Wohnungs­bau stark machen wollen. Hätten sich beide Parteien nicht über viele Jahre dage­gen gesperrt, wären wir schon viel weiter auf diesem Weg. Wenn die beiden großen Frak­tio­nen zu ihrem Wort stehen, wäre die Mehr­heit in der Rats­ver­samm­lung sicher. Den Menschen in der Bismarck­straße muss jetzt schnell gehol­fen werden. Der Initia­tive Helfer­herz ist es gelun­gen, für 4 Bewohner:innen, die eine Kündi­gung erhal­ten haben, neuen Wohn­raum zu beschaf­fen. Für die übri­gen 8 Leute ist die Zukunft unge­wiss. Sie sehen sich von einer Kündi­gung bedroht und fürch­ten die Obdach­lo­sig­keit. Hier erwar­ten wir schnelle Hilfe durch die Stadt.