Super­reich­tum umverteilen

Superreichtum umverteilen ist Gebot gesellschaftlicher Vernunft

Zum gestern veröf­fent­lich­ten Global Wealth Report, der für Deutsch­land die dritt­meis­ten Ultra­rei­chen welt­weit ausweist, sagt Susanne Hennig-Well­sow, Vorsit­zende der Partei DIE LINKE:

Wir sagen immer, Deutsch­land ist ein reiches Land. Sicher ist: Deutsch­land ist reich an ultra­rei­chen Menschen. Gleich­zei­tig hat Deutsch­land einen riesi­gen Nied­rig­lohn­sek­tor, mit Menschen, die nichts anspa­ren können, die oft nicht­mal wissen, ob sie am Ende des Monats noch einen Job haben.

Covid-19 hat die Reichen reicher gemacht und die Armen ärmer. Dabei geht es jetzt um Ausgleich und Teil­habe. Wenn die Super­rei­chen sich jetzt vor der Mitfi­nan­zie­rung der Krisen­kos­ten und des sozia­len Gemein­we­sen drücken, schwä­chen sie unsere Demo­kra­tie. Wenn die demo­kra­ti­schen Parteien das zulas­sen, stär­ken sie nur Poli­tik­ver­dros­sen­heit und rechte Populisten.

Wir brau­chen große Inves­ti­tio­nen um die Klima­wende zu schaf­fen und um nach Corona wieder gut auf die Füße zu kommen. Der Global Wealth Report beweist, dass eine Vermö­gens­steuer kein linker Spleen, sondern ein soli­da­ri­scher Akt gesell­schaft­li­cher Vernunft wäre, um unser Gemein­we­sen zukunfts­fest zu machen.