Pres­se­mit­tei­lung: Mieten-Notstand auch in Flensburg

Die Linke star­tet lokale Kampa­gne „Sicher wohnen statt Miet-Abzocke“

Nach­dem die Regie­rungs­par­teien im Bundes­tag einen Antrag der Linken zur Been­di­gung ille­gal über­höh­ter Mieten abge­lehnt haben, erklärt Die Linke auch für Flens­burg den Mieten-Notstand. Stei­gende Mieten, massive Neben­kos­ten und immer dreis­te­res Vorge­hen von Vermie­tern setzen viele Menschen in der Stadt unter enor­men Druck. Unter dem Motto „Sicher wohnen statt Miet-Abzo­cke“ betei­ligt sich Die Linke Flens­burg an der bundes­wei­ten Mieten­kam­pa­gne und geht mit konkre­ten Ange­bo­ten direkt zu den Menschen.

Ein zentra­les Element der Kampa­gne ist die direkte Unter­stüt­zung von Mieter*innen. Am Sams­tag, den 17.01.2026, von 10 bis 16 Uhr ist Die Linke Flens­burg mit einem Info­stand inklu­sive kosten­lo­sem Heiz­kos­ten­check an der Holm­nixe in der Flens­bur­ger Innen­stadt präsent. Ab 11 Uhr wird auch der Bundes­tags­ab­ge­ord­nete Lorenz Gösta Beutin am Info­stand vor Ort sein und für Gesprä­che zur Verfü­gung stehen.

Kathe­rine Schö­ne­mann erklärt dazu: „Flens­burg ist längst kein Ausrei­ßer mehr, sondern Teil des Problems. Die Mieten stei­gen schnel­ler als die Einkom­men, bezahl­ba­rer Wohn­raum verschwin­det, und viele Menschen haben jeden Monat Angst vor der nächs­ten Abrech­nung. Wer hier noch behaup­tet, der Markt regelt das, verschließt bewusst die Augen vor der Reali­tät. Wohnen ist ein Grund­recht und kein Luxusgut.“

Daniela Zuze erklärt: „Mit dem Heiz­kos­ten­check nutzen wir ein zentra­les Instru­ment der Mieten­kam­pa­gne unse­rer Partei, um Heiz­kos­ten kosten­los prüfen zu lassen. Bis zu 15 Prozent der Heiz­kos­ten können sich Mieter*innen zurück­ho­len und je schlech­ter der Zustand des Gebäu­des ist, desto höher kann dieser Betrag ausfal­len. Ein weite­res wich­ti­ges Instru­ment ist die Miet­wu­cher-App, die wir bald auch in Flens­burg einset­zen werden.“

Der Info­stand in der Innen­stadt ist dabei nur der Auftakt. Die Linke Flens­burg plant, diese Ange­bote nach­ein­an­der in allen Stadt­tei­len Flens­burgs durch­zu­füh­ren, um auch Menschen zu errei­chen, die nicht regel­mä­ßig in die Innen­stadt kommen. Ergän­zend dazu werden wieder Haus­tür­ge­sprä­che ange­bo­ten, um Mieter*innen direkt über ihre Rechte aufzu­klä­ren und sie bei der Durch­set­zung zu unterstützen.

Jenni­fer de Bruijn sagt dazu: „Es ist wich­tig, dass die Menschen merken, dass sie mit dem Thema der zu hohe Mieten nicht allein daste­hen und dass sie von uns gese­hen und gehört werden. Der Heiz­kos­ten­check ist dafür ein ganz konkre­ter Schritt. Wir prüfen kosten­los die Abrech­nun­gen der Menschen und helfen ihnen bei Fehlern dabei, Geld vom Vermie­ter zurück­zu­ho­len. In ande­ren Städ­ten in Deutsch­land haben wir bereits erfolg­reich Geld für Mieter*innen zurück­ge­holt und genau das wollen wir jetzt auch für Flensburg.“

Die Linke Flens­burg fordert eine konse­quente Verfol­gung von Miet­wu­cher, wirk­same Bußgel­der gegen krimi­nelle Vermie­ter, stär­kere kommu­nale Kontroll­mög­lich­kei­ten sowie einen bundes­wei­ten Mieten­de­ckel, der Mieten tatsäch­lich einfriert.

Abschlie­ßend sagt Kathe­rine Schö­ne­mann: „Wir warten nicht darauf, dass sich irgend­wann etwas ändert. Wir gehen raus, hören zu, klären auf und orga­ni­sie­ren Wider­stand, gemein­sam mit den Mieter*innen dieser Stadt. Bezahl­ba­res Wohnen ist keine Frage des guten Willens, sondern eine poli­ti­sche Entscheidung.“