IG Bau: “Ohne uns geht nix”

Ist es uns als Gesellschaft überhaupt bewusst, was wäre, wenn Reinigungskräfte nicht mehr reinigen?

Heu­te hat es vor der Dia­ko eine klei­ne, aber sehr effekt­vol­le Akti­on von der Gewerk­schaft IG Bau gege­ben. Mit dem Slo­gan „ohne uns geht nix!“ ist dar­auf hin­ge­wie­sen wor­den, dass ohne qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal in den Kran­ken­häu­sern kein ver­nünf­ti­ger Betrieb mög­lich ist. Zudem will die Gewerk­schaft errei­chen, dass eben auch Rei­ni­gungs­kräf­te als sys­tem­re­le­van­ten aner­kannt werden.

Nach dem Auf­takt in Flens­burg soll die Akti­on im gan­zen Nor­den ver­brei­tet wer­den. Sie soll auf die wich­ti­ge Arbeit der Gebäudereiniger:innen hin­wei­sen, die in der Regel im Ver­bor­ge­nen der Nacht oder in den frü­hen Mor­gen­stun­den aus­ge­übt wird und des­halb aus dem Fokus der gesell­schaft­li­chen Debat­te gerät.

Wir als DIE LINKE unter­stüt­zen die Akti­on der IG Bau und sind heu­te mit vor Ort gewe­sen. Denn Sau­ber­keit ret­tet Leben! Gera­de in Zei­ten der Pan­de­mie ist die Arbeits­be­las­tung um ein Viel­fa­ches höher. Ein Kran­ken­haus oder eine Schu­le kann ohne Rei­ni­gungs­kräf­te nicht betrie­ben wer­den. Nur weil die Arbeit still und unsicht­bar in Hin­ter­grund erle­digt wird, ist sie nicht weni­ger wichtig.


Wei­te­re Informationen:

IG Bau

Indus­trie­ge­werk­schaft Bauen-Agrar-Umwelt

Die Indus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) ist mit gut 247.000 (181.012 männ­lich, 66.169 weib­lich) Mit­glie­dern (Stand: 2018) die fünft­größ­te Ein­zel­ge­werk­schaft im Deut­schen Gewerk­schafts­bund (DGB). Sie hat ihren Sitz in Frank­furt am Main. In Ber­lin und Brüs­sel unter­hält sie poli­ti­sche Ver­bin­dungs­bü­ros. Bun­des­vor­sit­zen­der der IG BAU ist seit 2013 Robert Fei­ger. Sein Vor­gän­ger war ab Novem­ber 1995 Klaus Wie­se­hü­gel. Die IG BAU ent­stand am 1. Janu­ar 1996 durch Fusi­on der IG Bau-Stei­ne-Erden (IG BSE) und der Gewerk­schaft Gar­ten­bau, Land- und Forst­wirt­schaft (GGLF), wel­che bei­de eine lan­ge Tra­di­ti­on haben. Die­se reicht bis ins 19. Jahr­hun­dert zurück.
Zur Zeit ihrer Grün­dung (1996) gehör­ten ihr rund 720.000 Mit­glie­der an. Die­se Zahl sank bis Dezem­ber 2000 auf 540.000. Zu ihrem zehn­jäh­ri­gen Bestehen zähl­te die IG Bau noch 392.000 Mit­glie­der, Ende 2009 noch rund 325.000. Ihrer Sat­zung nach ist die IG BAU zustän­dig für fol­gen­de Wirt­schafts- und Ver­wal­tungs­zwei­ge: Bau­ge­wer­be, Bau­stoff­in­dus­trie, Abfall­ent­sor­gung und Recy­cling, Land- und Forst­wirt­schaft, Gebäu­de­rei­ni­gung und ‑manage­ment, sowie Umwelt- und Natur­schutz. Sie ver­tritt damit Arbeit­neh­mer, die zum Bei­spiel als Bau­ar­bei­ter, Maler und Lackie­rer, Gla­ser, Dach­de­cker, Gerüst­bau­er, Gebäu­de­rei­ni­ger, Gärt­ner, Gar­ten- und Land­schafts­bau­er, Flo­ris­ten, Forst­be­schäf­tig­te, Mit­ar­bei­ter in Zement­wer­ken oder Land­schafts­schutz­ver­bän­den tätig sind. (Quel­le: Wikipedia)