Abge­ord­ne­te Joh­li­ge zeigt Haltung

von Lorenz Gösta Beutin

Die abge­ord­ne­te der Lin­ken Andrea Joh­li­ge hat im Land­tag Bran­den­burg Hal­tung gezeigt und wur­de des Saa­les ver­wie­sen. Hin­ter­grund war der, dass Andrea den rechts­ex­tre­men AfD-Abge­ord­ne­ten Andre­as Galau, der die Sit­zungs­lei­tung als Vize­prä­si­dent inne hat­te, sich gewei­gert hat­te ihn am Anfang ihrer Rede zu begrü­ßen. Andrea Joh­li­ge begrün­de­te dies damit, dass sie nur ihrem Gewis­sen ver­pflich­tet sei und sie lehnt es ab, Galau eine Ehr­er­bie­tung zu zol­len, der sich unter Ande­rem mit Rechts­ex­tre­mis­ten und Anti­se­mi­ten getrof­fen hat. Zudem gehe Galau regel­mä­ßig zu Coro­na-Demos und ihm sei vom Ver­fas­sungs­ge­richt beschei­nigt wor­den, dass er sein Amt als Land­tags­vi­ze­prä­si­dent nicht neu­tral ausübe.

In sei­ner Funk­ti­on als Land­tags­vi­ze­prä­si­dent ver­such­te Galau, eine von der CDU bean­trag­te Aktu­el­le Stun­de zum ras­sis­ti­schen Anschlag in Hanau 2020 von der Tages­ord­nung des Bran­den­bur­ger Land­ta­ges abzu­set­zen. Nach einem Eil­an­trag der CDU Bran­den­burg urteil­te das Lan­des­ver­fas­sungs­ge­richt Bran­den­burg, Galau ste­he ein „von ihm der Sache nach gel­tend gemach­tes Prü­fungs­recht auf der Grund­la­ge der Recht­spre­chung des Ver­fas­sungs­ge­richts nicht zu“, da er zur Neu­tra­li­tät ver­pflich­tet sei. Zudem ist bekannt, dass Galau rechts­ex­tre­mis­ti­sche Poli­ti­ker aus Polen, bei einer Anti-Coro­na-Demo in Ber­lin getrof­fen haben soll.

Gut, dass im Bun­des­tag ein brei­ter Kon­sens besteht, dass wir kei­nen AfD Abge­ord­ne­ten als Vize­prä­si­dent haben wol­len und ich wer­de auch in Zukunft kei­nem AfD Bewer­ber für das Vize­prä­si­den­ten­amt mei­ne Stim­me geben.