Steu­er­ge­rech­tig­keit bei Grundsteuerreform

Für Steuergerechtigkeit und gegen das Abwälzen der Mehrbelastung auf die Mieter

Da kann man sich nur wun­dern, was die Gro­Ko mit den Grü­nen und FDP wie­der aus­ge­heckt haben und sich von der CSU wie der Ochs´ durch die Mane­ge zie­hen lassen.

Da darf Bay­ern jetzt die glei­che Steu­er auf einen Bau­ern­hof im Nir­gend­wo erhe­ben wie für eine Luxus­woh­nung mit­ten in Mün­chen. Hier wer­den teu­re Immo­bi­li­en vom Wert her­ab­ge­setzt und ermög­li­chen den Ver­mö­gen­den Steu­er­ein­spa­run­gen und erschwe­ren so den sozia­len Woh­nungs­bau, denn Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser wer­den im Wert unver­hält­nis­mä­ßig hoch­ge­stuft. Und für die­se Öff­nungs­klau­sel wird sogar das Grund­ge­setz geändert.

Das ver­al­te­te Steu­er­mo­dell wird erneu­ert und soll schon in Kür­ze den Kom­mu­nen zusätz­li­che 14 Mil­li­ar­den € ein­spie­len. Da fra­ge ich mich, ob dann noch ein finanz­po­li­ti­scher Dia­log mit radi­ka­lem Spar­kurs für die Stadt nötig ist, um Flens­burg aus dem Kon­so­li­die­rungs­ver­trag aus­zu­lö­sen. Aber die Kom­mu­nen kön­nen selbst ent­schei­den, wie sie die Reform umset­zen. Befürch­tet wird ein föde­ra­ler Fli­cken­tep­pich mit einer unge­rech­ten Ver­tei­lung der Grund­steu­er. Der Städ­te­tag kün­digt zwar an, dass die Hebe­sät­ze zur Grund­steu­er recht­zei­tig ange­passt wer­den, um der mög­li­chen Mehr­be­las­tung der Bür­ger ent­ge­gen­zu­wir­ken, aber das bleibt abzuwarten.

Und wie sieht es mit den Mie­ten aus, die sich durch das Abwäl­zen der Grund­steu­er auf die Neben­kos­ten noch wei­ter hochschrauben?

„Nötig wäre neben dem Umla­ge­ver­bot zum Schutz der Mie­ter eine auf­kom­mens­neu­tra­le und gerech­te Grund­steu­er, die sich am tat­säch­li­chen Wert von Grund und Immo­bi­li­en ori­en­tiert“, so Fabio de Masi, stell­ver­tre­ten­der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der und finanz­po­li­ti­sche Spre­cher der Bun­des­tags­frak­ti­on DIE LINKE.

Es bleibt also abzu­war­ten, wie Flens­burg mit der Reform umgeht, um sich nicht noch wei­ter von den nöti­gen Quo­ten für bezahl­ba­ren Wohn­raum zu ent­fer­nen. Zudem hat­te Flens­burg erst zum 01.01.2017 die Grund­steu­er erhöht, um den klam­men Haus­halt zu ver­bes­sern, was zu einer Mus­ter­kla­ge von Haus & Grund führ­te, die jedoch am 06.03.2019 vom Ver­fas­sungs­ge­richt SH abge­wie­sen wurde.