Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht in Flensburg

Es jährt sich heute wieder die Reichspogromnacht vom 9. November 1938. Einige Mitglieder des Kreisverbandes nehmen dieses Datum zum Anlass, die Stolpersteine in Flensburg zu reinigen und mit Blumen an die Opfer der Reichspogromnacht zu gedenken.

Die Shoah, der planvolle Versuch der Nationalsozialist*innen, das jüdische Leben in Deutschland und später in ganz Europa und darüber hinaus, vollständig zu vernichten, begann spätestens mit dieser Nacht, den Morden an Jüdinnen und Juden und den Deportationen in die Konzentrationslager.
„Auch in Flensburg kam es im Rahmen der Pogrome zu Übergriffen und Zerstörungen jüdischen Lebens. Doch für antisemitischen Terror müssen wir gar nicht weit in die Vergangenheit schauen, der Anschlag in Halle steckt uns allen noch in den Knochen. In diesen Zeiten ist es enorm wichtig, dass wir Gedenkkultur leben und uns gesamtgesellschaftlich gegen den Geschichtsrevisionismus der Ewiggestrigen wehren. Wir betrachten die Erinnerungen an die Pogrome weiterhin als Mahnung Menschenverachtung, Faschismus und Rechtsextremismus nicht unwidersprochen hinzunehmen.“, erklärt Luca Grimminger, der Kreisvorsitzende von DIE LINKE. in Flensburg.
Zwei Mal im Jahr, machen sich Mitglieder der Partei DIE LINKE in Flensburg auf den Weg und putzen die Stolpersteine in unserer Stadt. Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln, sogenannten Stolpersteinen, soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.