Erin­ne­rung an alle Opfer der NS-Herr­schaft wachhalten

Nachricht von Amira Mohamed Ali, Dietmar Bartsch, 09. April 2020

Ami­ra Moha­med Ali und Diet­mar Bartsch zum 75. Jah­res­tag der Befrei­ung des Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers Buchen­wald am 11. April 1945

Am 11. April 1945, vor 75 Jah­ren, befrei­ten Sol­da­ten der US-Armee das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Buchen­wald. Hier hiel­ten die Natio­nal­so­zia­lis­ten von 1937 bis 1945 266.000 Men­schen gefan­gen und ermor­de­ten mehr als 56.000 von ihnen.

Mit vie­len ande­ren Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern gilt Buchen­wald bis heu­te als Sym­bol der bru­ta­len NS-Herr­schaft. Der jähr­li­che Gedenk­tag ist Mah­nung und Auf­trag zugleich, die Erin­ne­rung an den Nazi-Wahn, an alle Opfer der NS-Herr­schaft wach­zu­hal­ten und jeder Form von Men­schen­ver­ach­tung ent­schie­den und geschlos­sen entgegenzutreten.

Rechts­ex­tre­me und Rechts­ter­ro­ris­ten sind und blei­ben eine Gefahr. Dies haben uns nicht nur die Anschlä­ge in Hal­le und Hanau gezeigt. Aber unse­re Gesell­schaft ist wach, sie pro­tes­tiert, sie demons­triert gegen die Men­schen­ver­ach­ter. Als demo­kra­ti­sche Gesell­schaft tra­gen wir alle die Ver­ant­wor­tung dafür, uns zu weh­ren, wenn Men­schen auf­grund ihrer Reli­gi­on, Her­kunft, Sexua­li­tät oder sexu­el­len Ori­en­tie­rung aus­ge­grenzt und ange­fein­det wer­den. “Nie wie­der” darf nicht nur ein Lip­pen­be­kennt­nis sein, son­dern muss sich gera­de in der poli­ti­schen Pra­xis zeigen.