Kein Geld für Sozialberatung?

…aber 1 Mio. Euro jähr­lich für den Kommu­na­len Ordnungs­dienst der Stadt?

„In Zeiten der sozia­len Kälte in Deutsch­land lässt die Stadt und die kommu­nale Verwal­tung ausge­rech­net wieder einmal die Schwächs­ten in der Gesell­schaft im Stich!“ so Tjark Naujoks aus dem Kreis­ver­band Flensburg.

„Mit der Sozi­al­stra­te­gie 2023 der Stadt Flens­burg und den daraus resul­tie­ren­den Sozi­al­be­ra­tun­gen wurde endlich eine nied­rig­schwel­lige und unbü­ro­kra­ti­sche Hilfe­leis­tung für Menschen imple­men­tiert, die aus den unter­schied­lichs­ten Grün­den mit der typisch deut­schen Büro­kra­tie über­for­dert sind. Mir ist es nicht erklär­bar, warum ein Instru­ment, das offen­sicht­lich erheb­li­che Hilfe leis­tet, nun erst­mal „evalu­iert“ werden soll. Niemand in dieser Stadt käme auf den Gedan­ken die Arbeit der Feuer­wehr oder der Poli­zei zunächst einmal einzu­stel­len, um dann im nächs­ten Schritt zu evalu­ie­ren, ob sich ihre Arbeit wirk­lich gelohnt hat.“

Und an die Adresse der Kommu­nal­po­li­tik und Stadt gerich­tet: „Daher fordern wir alle Frak­tio­nen in der Rats­ver­samm­lung dazu auf, die dauer­hafte Weiter­fi­nan­zie­rung der Sozi­al­be­ra­tung durch die Diako­nie und das Haus der Fami­lie zu gewähr­leis­ten, selbst­ver­ständ­lich auch fort­lau­fend für das bereits laufende Haus­halts­jahr 2025.“ Und für eine dauer­hafte Förde­rung der Sozi­al­be­ra­tung sieht DIE LINKE sehr wohl Finan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten. „Die Projekt­fi­nan­zie­rung endet im Herbst 2025, es bleibt also genü­gend Zeit hier eine Finan­zie­rungs­quelle zu finden. Als Flens­bur­ger Linke hätten wir da auch eine Idee: Viel­leicht muss ja nicht jede Stelle im Kommu­na­len Ordnungs­dienst sofort ausge­schrie­ben werden.“, so Tjark Naujoks abschlie­ßend. (TN)