Linkes Bünd­nis: Sicher­stel­lung der Finan­zie­rung der Flücht­lings­hilfe ohne wenn und aber

Streit um Finan­zie­rung der Flücht­lings­hilfe – Frak­tion Linkes Bünd­nis fordert Umset­zung des Beschlus­ses des Haupt­aus­schus­ses ohne wenn und aber

Im Streit um die weitere Finan­zie­rung der Flücht­lings­hilfe Flens­burg fordert die Frak­tion Linkes Bünd­nis die Verwal­tung auf, den Beschluss „HA-65/2025 – Förde­rung der Flücht­lings­hilfe Flens­burg e.V. in den Jahren 2026 – 2028“ mit der entspre­chen­den Beschluss-Ergän­zung ohne wenn und aber umzu­set­zen. Derzeit reichen die von der Verwal­tung aktu­ell in Aussicht gestell­ten Gelder nicht aus, um eine Weiter­füh­rung der Arbeit und damit den Fort­be­stand der Flücht­lings­hilfe zu sichern. Der Vorstand der Flücht­lings­hilfe wäre Stand heute gezwun­gen, den derzeit ange­stell­ten Mitabeiter*innen zu kündigen.

In einer E‑Mail und Offe­nen Brief an die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den, die Stadt­ver­wal­tung, den Ober­bür­ger­meis­ter und die Flücht­lings­hilfe kriti­siert das Linke Bünd­nis zudem äußerst scharf das Vorge­hen der Verwal­tung únd wirft ihr vor, die Frak­tio­nen und die Flücht­lings­hilfe getäuscht zu haben. Das Linke Bünd­nis fordert daher ein gemein­sa­mes Tref­fen aller Betei­lig­ten zur Klärung am 13. Januar 2026.

Unten­ste­hend, die E‑Mail bzw. Offene Brief des Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Tjark Naujoks mit einem anschlie­ßen­den und sehr wich­ti­gen Hinweis von Bünd­nis-Rats­frau Gabi Ritter.

Sehr geehr­ter Herr Geyer,
Sehr geehr­ter Herr Brüg­ge­mann,
Sehr geehr­ter Herr Stau­fen­dahl,
Liebe Frak­ti­ons­vor­sit­zende,
Liebe Flens­bur­ger Flüchtlingshilfe,

als Frak­tion „Linkes Bünd­nis“ sind wir über die Umset­zung insbe­son­dere Seitens der Verwal­tung des Beschluss „HA-65/2025 – Förde­rung der Flücht­lings­hilfe Flens­burg e.V. in den Jahren 2026 – 2028“ mehr als unzu­frie­den.
Wir sehen uns als betei­ligte Frak­tion bei der Beschluss­fas­sung getäuscht und im weite­ren Verlauf der Umset­zung des einstim­mig beschlos­se­nen Antrag zur Flücht­lings­hilfe als Frak­tion desin­for­miert. Diese fehlende Infor­ma­ti­ons­po­li­tik habe ich gestern bereits im Ältes­ten Rat ange­spro­chen. Das Schlimmste ist aller­dings, dass die Flens­bur­ger Flücht­lings­hilfe sich eben­falls (siehe Mail von Johan­nes Ahrens von heute Vormit­tag) in der Beschluss­fas­sung aus dem Septem­ber getäuscht sieht.
Um noch weite­ren Scha­den für die Verwal­tung und einen massi­ven Vertrau­ens­ver­lust in die Flens­bur­ger Kommu­nal­po­li­tik abzu­wen­den, braucht es drin­gend ein Gesprächs­runde mit ALLEN Betei­lig­ten. Sprich mit der Verwal­tung, der Flens­bur­ger Flücht­lings­hilfe und allen Frak­tio­nen der Flens­bur­ger Rats­ver­samm­lung.
Ziel der Gesprächs­runde muss es sein, das wir mindes­tens für alle Betei­ligte eine trag­fä­hige Lösung für den gesam­ten Zeit­raum der vorläu­fi­gen Haus­halts­pla­nung im Sinne des Beschluss „HA-65/2025“ finden. Außer­dem sollte die Flücht­lings­hilfe schon aufge­zeigt bekom­men, in welcher Höhe die eben­falls zuge­sagte Aufsto­ckung der Förder­gel­der nach Ende der vorläu­fi­gen Haus­halts­pla­nung aussieht.

Ich schlage als mögli­chen Zeit­punkt für das Tref­fen eine Stunde vor dem Haupt­aus­schuss (also 15 Uhr) am 13.01 vor.
Um eine Rück­mel­dung bis Donners­tag 12 Uhr bitte ich alle Beteiligte.

Mit freund­li­chen Grüßen
Tjark Naujoks,
Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der „Linkes Bünd­nis“ in der Flens­bur­ger Ratsversammlung

Ein wich­ti­ger Hinweis noch von Bünd­nis-Rats­frau Gabi Ritter:
Sie bemerkt zum Beschluss des Haupt­aus­schus­ses: „Einstim­mig beschlos­sen wurde die Ergän­zung und dass sich dieser Beschluss auf das 1. Quar­tal 26 bezog sowie dafür die 122.000 Euro vorge­se­hen waren. Die eben­falls beschlos­sene Arbeits­gruppe war beauf­tragt die weitere Perspek­tive beschluss­reif zu erar­bei­ten. Genau darauf fußt unsere Kritik als Frak­tion Linkes Bündnis.“