Gesund­heit und Pflege

Soziale Unge­rech­tig­keit macht krank. Als Folge eines star­ken Konkur­renz­drucks nehmen nicht nur psychi­sche Erkran­kun­gen zu. Gene­rell gilt: Wer arm ist, ist häufi­ger krank und stirbt früher! Die Gesund­heits­re­for­men der letz­ten Regie­run­gen haben die Unge­rech­tig­keit im Gesund­heits­sys­tem verschärft. Unter­neh­men wurden entlas­tet, Versi­cherte müssen allein für stei­gende Kosten aufkommen.

Gleich­zei­tig machen Phar­ma­in­dus­trie und Kran­ken­haus­kon­zerne Milli­ar­den­pro­fite mit Versi­cher­ten­gel­dern. Gesetz­li­che Kran­ken­kas­sen müssen mitein­an­der konkur­rie­ren, dabei müss­ten der Bedarf und die Versor­gung im Mittel­punkt stehen. Leis­tun­gen wurden gekürzt, Zuzah­lun­gen und Zusatz­bei­träge für die Versi­cher­ten einge­führt. Wer heute krank wird, muss oft tief in die Tasche grei­fen. Allein der Zahn­ersatz kann zur Exis­tenz­frage werden. In Kran­ken­häu­sern gibt es viel zu wenige Pfle­ge­kräfte. Seit Jahren werden drin­gend notwen­dige Inves­ti­tio­nen in den Kran­ken­häu­sern zurückgehalten.

Wir wollen ein soli­da­ri­sches, gerech­tes und barrie­re­freies Gesund­heits­sys­tem, in dem die Versor­gung der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten im Mittel­punkt steht. Gesund­heit darf nicht weiter zu einem Markt verkom­men, auf dem die Profite mehr zählen als die Menschen: Statt immer weiter zu priva­ti­sie­ren, muss Gesund­heit als Teil des Sozi­al­staats öffent­lich orga­ni­siert werden. Die Ökono­mi­sie­rung des Gesund­heits­we­sens steht nicht nur einer guten Versor­gung, sondern auch guten Arbeits­be­din­gun­gen der Beschäf­tig­ten entge­gen. Wir setzen auf eine soli­da­ri­sche Gesund­heits­ver­si­che­rung, in die alle einzah­len. Die Zwei-Klas­sen-Medi­zin wollen wir überwinden.

Unsere wich­tigs­ten Forde­run­gen bei Gesund­heit und Pflege

  • Soli­da­ri­sche Gesund­heits­ver­si­che­rung: Alle zahlen mit allen Einkom­men ein. Pari­tä­ti­sche Finan­zie­rung der Beiträge.
  • Aufwer­tung und gesetz­li­che Perso­nal­be­mes­sung in Gesund­heit und Pflege: 100 000 Pfle­ge­kräfte mehr in den Krankenhäusern.
  • Pfle­ge­voll­ver­si­che­rung: Alle Leis­tun­gen werden über­nom­men. Alle zahlen mit allen Einkom­men ein, auch privat Versi­cherte, Beamte, Abge­ord­nete und Selbständige.
  • Wir wollen Kran­ken­häu­ser bedarfs­ge­recht finan­zie­ren und den Perso­nal­man­gel bekämpfen.
  • Zuzah­lun­gen und Leis­tungs­aus­schlüsse wie etwa bei Bril­len und beim Zahn­ersatz, bei Arznei­mit­teln und im Kran­ken­haus oder bei der Physio­the­ra­pie müssen wegfal­len. Notwen­dige Leis­tun­gen müssen gewährt werden — ohne Zuzahlung.
  • Der Einfluss der Phar­ma­in­dus­trie muss zurück­ge­drängt werden. Medi­ka­men­ten­preise wollen wir begrenzen.
  • Ambu­lante Versor­gung in Stadt und Land verbes­sern – kürzere Wartezeiten!
  • Die beste Gesund­heits­po­li­tik ist die, die Gesund­heit fördert und Krank­heit verhin­dert. Darum: Gesund­heits­för­de­rung statt Wettbewerbsdruck.
  • Wir wollen das Gesund­heits­we­sen von Barrie­ren befreien — von Hinder­nisse beim Zugang zu Arzt­pra­xen und Kran­ken­häu­sern aber auch von Hinder­nis­sen in der Kommu­ni­ka­tion: leichte Spra­che und verständ­li­che Pati­en­ten­in­for­ma­tio­nen müssen selbst­ver­ständ­lich werden.