Die Bun­des­re­gie­rung hat kei­ne Vor­aus­set­zun­gen für eine gute Inte­gra­ti­on geschaf­fen und betreibt statt­des­sen wei­ter eine Poli­tik der Abschot­tung, des Gene­ral­ver­dachts und der Ent­rech­tung gegen­über Ein­wan­de­rern und Geflüchteten.

DIE LINKE will die Ursa­chen von Flucht und Ver­trei­bung bekämp­fen, anstatt Flüch­ten­de zu bekämp­fen und deren Flucht­we­ge zu blo­ckie­ren. Im Zen­trum steht: das Recht, »nicht migrie­ren zu müs­sen«. Flucht­ur­sa­chen sind viel­fäl­tig. Fast immer hän­gen sie mit der welt­wei­ten Ungleich­heit zwi­schen Arm und Reich zusam­men. Die­se Ungleich­heit wächst durch Aus­beu­tung in unfai­ren Han­dels­be­zie­hun­gen, das Erstar­ken der gro­ßen Agrar­kon­zer­ne, rück­sichts los agie­ren­de trans­na­tio­na­le Kon­zer­ne und den durch die Indus­trie­län­der in ers­ter Linie zu ver­ant­wor­ten­den Klimawandel.

DIE LINKE kämpft für eine soli­da­ri­sche gerech­te Welt­wirt­schafts­ord­nung, gegen Krieg und Rüs­tungs­ex­por­te, gegen Land­raub, für fai­re Pro­duk­ti­ons­ver­hält­nis­se, für Demo­kra­tie und Men­schen­rech­te, welt­weit. Geflüch­te­te sol­len das Recht auf sozia­le, kul­tu­rel­le und demo­kra­ti­sche Teil­ha­be in unse­rem Land haben.

Unse­re wich­tigs­ten For­de­run­gen bei Flucht und Integration

  • Wir wol­len Flucht­ur­sa­chen bekämp­fen, nicht die Flücht­lin­ge! Wir brau­chen eine gerech­te Ent­wick­lungs­hil­fe und fai­ren glo­ba­len Handel.
  • Wir unter­stüt­zen die For­de­run­gen nach einem sofor­ti­gen Stopp der Abschie­bun­gen und nach einem Blei­be­recht für alle.
  • Geschlechts­spe­zi­fi­sche Flucht­ur­sa­chen wol­len wir als Asyl­grund umfas­send  aner­ken­nen und bedroh­te Frau­en vor Abschie­bung schüt­zen. Men­schen, die  wegen ihrer sexu­el­len Ori­en­tie­rung ver­folgt wer­den, sol­len umfas­sen­den  Schutz erhalten. 
  • Wir wol­len siche­re Flucht­we­ge schaf­fen, damit das Ster­ben im Mit­tel­meer auf­hört. Das Recht auf Asyl stel­len wir wie­der her und setz en die Gen­fer Flücht­lings­kon­ven­ti­on durch. Der schmut­zi­ge Deal mit der Tür­kei und ande­ren Län­dern muss auf­ge­kün­digt werden!
  • Wir wol­len eine soli­da­ri­sche Ein­wan­de­rungs­ge­sell­schaft: mit sozia­ler Sicher­heit statt Kon­kur­renz um Arbeits­plät­ze, Woh­nun­gen und Bil­dung. Mit einer sozia­len Offen­si­ve für alle , die den Zusam­men­halt der Gesell­schaft stärkt.
  • Wir for­dern ein Blei­be­recht für alle Men­schen mit unsi­che­rem Auf­ent­halts­sta­tus, spä­tes­tens, wenn sie fünf Jah­ren in Deutsch­land leben. Die Pra­xis der soge­nann­ten Ket­ten­dul­dun­gen wol­len wir zuguns­ten von dau­er­haf­ten Per­spek­ti­ven abschaffen.
  • Wir wol­len die Unter­brin­gung von Geflüch­te­ten in Mas­sen­un­ter­künf­ten been­den und dezen­tral organisieren.
  • Die Resi­denz­pflicht, Wohn­sitz­auf­la­gen und die Unter­brin­gung in Sam­mel­la­gern müs­sen bun­des­weit abge­schafft werden.
  • Abschie­bun­gen leh­nen wir ab. Ins­be­son­de­re Abschie­bun­gen in Kriegs­ge­bie­te und exis­ten­zi­el­le Not wie Obdach­lo­sig­keit, man­gel­haf­te medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung und Dis­kri­mi­nie­rung wer­den wir sofort stoppen.
  • Die Aus­nah­men vom Min­dest­lohn und das Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz wol­len wir abschaffen.