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Bildung und Studium

„Dass die Über­brü­ckungs­hil­fen für Stu­die­ren­de ab Novem­ber wie­der ein­ge­führt und aus­ge­wei­tet wer­den, ist rich­tig. Doch dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung (BMBF) fehlt es an jeg­li­chem Gespür für die Situa­ti­on der Stu­die­ren­den. Es war falsch, die Not­hil­fen über­haupt erst aus­zu­set­zen. Der Lais­ser-fai­re-Stil von Minis­te­rin Kar­li­c­zek hat vie­le Stu­die­ren­de in eine exis­ten­zi­el­le Kri­se gestürzt“, erklärt Nico­le Gohl­ke, hoch­schul­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Frak­ti­on DIE LIN­KE, mit Blick auf die Coro­na­hil­fen für Stu­die­ren­de in pan­de­mie­be­ding­ten Not­la­gen. Gohl­ke wei­ter:

„Die man­geln­de Vor­aus­schau der Minis­te­rin nimmt kein Ende. Zusätz­lich zu den übrig­ge­blie­be­nen 33 Mil­lio­nen Euro aus den ers­ten Über­brü­ckungs­hil­fen wer­den ledig­lich wei­te­re 34 Mil­lio­nen mobi­li­siert. Das ist für die fünf Mona­te des Win­ter­se­mes­ters der­sel­be Betrag, der im Som­mer für vier Mona­te auf­ge­legt wur­de. Was in aller Welt lässt Frau Kar­li­c­zek den­ken, dass die Situa­ti­on wäh­rend der ungleich schwe­re­ren zwei­ten Wel­le in die­sem Win­ter leich­ter zu bewäl­ti­gen sein wird, obwohl es wohl mehr Anträ­ge geben wird? Die ‚Pi mal Daumen‘-Rechnungen der Minis­te­rin sind mehr als kurz­sich­tig.

Schon zwi­schen Juni und Sep­tem­ber wur­de die Hälf­te aller abge­lehn­ten Anträ­ge auf Über­brü­ckungs­hil­fe des­halb abge­lehnt, weil die Not­la­ge der Stu­die­ren­den bereits vor der Pan­de­mie bestand. Das heißt, dass ein Teil der Stu­die­ren­den unter struk­tu­rel­ler Armut lei­det. Anstatt für all jene für sozia­le Sicher­heit zu sor­gen, bewirbt das BMBF wie schon im Früh­jahr wie­der die Stu­di­en­kre­di­te der KfW und lockt Stu­die­ren­de will­fäh­rig in die Schul­den­fal­le.

Stu­die­ren­de brau­chen jetzt Pla­nungs­si­cher­heit. Das lässt sich nicht durch Über­brü­ckungs­hil­fen und Kre­di­te schaf­fen, die nach wie vor nicht zum Leben rei­chen und kaum mehr als ein Trop­fen auf den hei­ßen Stein sind. Wir wol­len end­lich eine grund­sätz­li­che Reform des BAföG, mit der die Stu­die­ren­den wirk­sam abge­si­chert wer­den. Wie grund­le­gend falsch die Pla­nung der Bun­des­re­gie­rung ist, zeigt sich auch dar­an, dass bis Ende Okto­ber erst rund drei Vier­tel der eige­plan­ten BAföG-Mit­tel abge­ru­fen wur­den. Wir for­dern die Bun­des­re­gie­rung auf, das BAföG für die Unter­stüt­zung der Stu­die­ren­den wäh­rend der Pan­de­mie zu öff­nen. Die För­der­be­trä­ge müs­sen auf 1.050 Euro her­auf­ge­setzt und auch die Eltern­frei­be­trä­ge deut­lich erhöht wer­den, um end­lich mehr Stu­die­ren­den eine siche­re Finan­zie­rung ihres Stu­di­ums zu gewähr­leis­ten.“

Seit Mon­tag gel­ten neue Regeln zur Ein­däm­mung der Coro­na-Pan­de­mie. Gas­tro­no­mi­sche und kul­tu­rel­le Ein­rich­tun­gen müs­sen schlie­ßen oder ihr Ange­bot ein­schrän­ken. Das bedeu­tet für vie­le Stu­die­ren­de den Ver­lust ihrer Neben­jobs. Luca Grim­min­ger, Spre­cher für Hoch­schul­po­li­tik der Par­tei DIE LIN­KE Schles­wig-Hol­stein, erklärt dazu: “Gera­de haben erneut unzäh­li­ge Stu­die­ren­de ihre Neben­jobs ver­lo­ren. Wie­der gera­ten sie unver­schul­det in finan­zi­el­le Not und müs­sen um staat­li­che Hil­fe ban­gen. Die Lan­des­re­gie­rung und die Lan­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Prien soll­ten in Ber­lin dar­auf hin­wir­ken, dass den Stu­die­ren­den schnell und unbü­ro­kra­tisch gehol­fen wird. Eine neue Hän­ge­par­tie darf es nicht geben! Das Limit des Erträg­li­chen ist für vie­le Stu­die­ren­de erreicht! Bil­dungs­ge­rech­tig­keit darf nicht der Pan­de­mie zum Opfer fal­len. DIE LIN­KE Schles­wig-Hol­stein for­dert das BAföG für alle Stu­die­ren­den zu öff­nen und als eltern­un­ab­hän­gi­gen Voll­zu­schuss aus­zu­zah­len.“

Heu­te star­tet bei vie­len Kin­dern und Fami­li­en ein neu­er Lebens­ab­schnitt, denn die Erst­kläss­ler wer­den ein­ge­schult. Wir wün­schen allen ABC-Schüt­zen einen erfolg­rei­chen Start ins Schul­le­ben. Wir kämp­fen für eine Schul­aus­bil­dung, die unab­hän­gig von der sozia­len Her­kunft der Eltern ist, denn Bil­dung ist ein Men­schenrd­cht. Alle Men­schen – ob mit oder ohne kör­per­li­che Beein­träch­ti­gung, unab­hän­gig von sozia­ler Her­kunft oder ihrem Geburts­ort – haben ein Anrecht auf die best­mög­li­che Bil­dung. Stu­di­en zei­gen: Wenn Kin­der län­ger gemein­sam ler­nen, ler­nen alle bes­ser. Eine Schu­le für alle, eine ganz­tä­gi­ge Gemein­schafts­schu­le mit guter Betreu­ung und inter­es­san­ten Ange­bo­ten, mit gutem Essen und ohne Haus­auf­ga­ben för­dert alle Kin­der und gleicht unter­schied­li­che Start­be­din­gun­gen aus.

Wenn Du auch für ein bes­se­res Bil­dungs­sys­tem kämp­fen willst, dann mach bei uns mit:

https://www.die-linke.de/mitmachen/mitglied-werden/

Das zurück­lie­gen­de Schul­halb­jahr war alles ande­re als gewöhn­lich. Durch das neu­ar­ti­ge Coro­na­vi­rus wur­den für einen län­ge­ren Zeit­raum die Bil­dungs­ein­rich­tun­gen geschlos­sen. Vie­le Mit­ar­bei­ten­de im Schul­we­sen, Lehr­kräf­te, Schü­le­rin­nen und Stu­die­ren­de muss­ten sich in kür­zes­ter Zeit umstel­len. Alter­na­ti­ve Lern­for­ma­te wur­den blitz­schnell aus dem Boden gestampft. Dafür haben alle betei­lig­ten Dank und Aner­ken­nung ver­dient – und ihre wohl­ver­dien­ten Som­mer­fe­ri­en. Genießt die Aus­zeit und das hof­fent­lich gute Wet­ter! Auch allen Arbei­te­rin­nen, die Som­mer­ur­laub neh­men kön­nen, wün­schen wir gute Erho­lung!

Eine Anmer­kung dazu: Das gesetz­li­che Mini­mum an Urlaubs­ta­gen beträgt nur 20 Tage. Vie­le haben im Tarif und Arbeits­ver­trag glück­li­cher­wei­se mehr als das gesetz­li­che Mini­mum. Aber, lei­der gibt es auch in Flens­burg Arbeitgeber*innen, die ihren Ange­stell­ten nur 20 Urlaubs­ta­ge gön­nen. Das ist aus unse­rer Sicht zu wenig.

Urlaub steht allen zu! Men­schen, die auf Hartz IV ange­wie­sen sind, mit gerin­ger Tarif­bin­dung oder im aus­ge­dehn­ten Nied­rig­lohn­sek­tor arbei­ten, bleibt die not­wen­di­ge Erho­lung oft ver­wehrt. Die nega­ti­ven Fol­gen tref­fen zuerst und vor allem Fami­li­en mit Kin­dern und Allein­er­zie­hen­de. In einem rei­chen Land wie Deutsch­land ist das ein Skan­dal!

Des­we­gen strei­ten wir für einen erhöh­ten Ver­ga­be­min­dest­lohn, die Stei­ge­rung von Tarif­bin­dung und der Besei­ti­gung von Nied­rig­löh­nen und Hartz IV!

DIE LIN­KE Flens­burg wünscht Allen, die jetzt in die Prü­fungs­pha­se gehen, viel Erfolg. Sei es Berufs­aus­bil­dung, Abitur oder ande­re Schul­ab­schlüs­se.

Wir hal­ten die­se Prü­fun­gen trotz­dem für grund­le­gend falsch. Wir ste­hen an der Sei­te der Schü­le­rin­nen und Schü­ler und ihrer Ver­tre­tungs­or­ga­ne, die sich sehr stark für ein Aner­ken­nungs­jahr 2020 ein­ge­setzt haben. Mehr als 148.000 Unter­schrif­ten wur­den bis heu­te gesam­melt und es ist scha­de, dass man die For­de­run­gen kom­plett igno­riert.

Aus unse­rer Sicht wird unnö­tig die Gesund­heit der Schüler*innen sowie von Leh­rern aufs Spiel gesetzt. So geht es nicht. Es wäre ein leich­tes die Noten der Ober­stu­fe zu einer Abitur­no­te zusam­men­zu­fas­sen und damit dem Bedürf­nis der Schüler*innen nach kör­per­li­cher Unver­sehrt­heit Rech­nung zu tra­gen. Die­ser Lösungs­an­satz wür­de auch für ESA und MSA Prü­fun­gen funk­tio­nie­ren.

Von Schüler*innen gibt es 3 Haupt­grün­de:

1. Gesund­heit­lich: Mit Bus und Bahn zur Prü­fung und dann meh­re­re Leu­te für fünf Stun­den in einen Raum packen und hof­fen, dass sich das Virus nicht wei­ter aus­brei­tet? Viro­lo­gen konn­ten bereits bewei­sen, dass das Virus SARS-Covid 19 meh­re­re Tage auf Ober­flä­chen über­le­ben kann, und immer noch über­trag­bar ist. Ein aus­ge­tausch­ter Stift, ein Berüh­ren des Nach­bar­ti­sches, die Benut­zung der Toi­let­ten könn­te rei­chen, um die Epi­de­mie fort­schrei­ten zu las­sen.

2. Psy­cho­lo­gisch: Vie­le von uns haben Angst. Unse­re Fami­li­en gera­ten in Exis­tenz­not und wir mit unse­ren Prü­fungs­vor­be­rei­tun­gen mit­ten­drin. Nichts ist wie zuvor. Abge­sag­te Vor­abik­lau­su­ren, chao­ti­scher Online­un­ter­richt, Com­pu­ter müs­sen mit Geschwis­tern und Eltern geteilt wer­den, aus­ge­fal­le­ne PL’s und der feh­len­de Aus­tausch mit Mit­schü­lern und Mit­schü­le­rin­nen.

3. Gesell­schaft­lich: Vie­le von uns leis­ten gera­de zuhau­se einen Bei­trag. Wir beschäf­ti­gen klei­ne­re Geschwis­ter, face­timen mit den Groß­el­tern, gehen ein­kau­fen, orga­ni­sie­ren Din­ge und unter­stüt­zen unse­re Eltern und Nach­bar­schaf­ten. Wenn 350.000 klu­ge Köp­fe neben die­sen Auf­ga­ben Zeit für krea­ti­ve Pro­jek­te hät­ten – bei­spiels­wei­se die Teil­nah­me an dem Hacka­thon der Bun­des­re­gie­rung #WirVs­Vi­rus und allem, was dar­aus folgt – dann nützt das der Gesell­schaft in die­ser Situa­ti­on mehr, als Abi­prü­fun­gen.

Prü­fun­gen sind nicht das Ziel des Ler­nens, denn die Gesund­heit geht vor. Beson­de­re Situa­tio­nen erfor­dern beson­de­re Rege­lun­gen: Es spre­chen zahl­rei­che epi­de­mio­lo­gi­sche, psy­cho­lo­gi­sche und sozia­le Grün­de gegen die Durch­füh­rung der Abitur­prü­fun­gen. Wir unter­stüt­zen daher die For­de­rung der Schü­le­rin­nen und Schü­ler nach einem Abitur, bei dem ein Durch­schnitt der ein­zu­brin­gen­den Semes­ter­er­geb­nis­se errech­net und als Abitur­no­te fest­ge­legt wird.Bitte unter­stützt mir uns die­se Peti­ti­on der Schü­le­rin­nen und Schü­ler. http://chng.it/9Pkgwbbssh

Fami­lie Peters lebt irgend­wo in Bay­ern, ein jun­ges Eltern­paar mit zwei Kin­dern im Alter von 2 und 4 Jah­ren. Ein Eltern­teil hat einen guten Job in Ham­burg gefun­den, ein Eltern­teil wird nach einer Teil­zeit­stel­le suchen. Sie haben zwei gleich­wer­ti­ge Woh­nun­gen gefun­den, eine in Elms­horn, eine in Buch­holz in der Nord­hei­de. Wo zie­hen sie hin?

Mit der Reform des Kin­der­ta­ges­stät­ten­ge­set­zes vom 19.12. hat die Lan­des­re­gie­rung eini­ge Schrit­te in die rich­ti­ge Rich­tung getan, denn jede Ver­bes­se­rung der Situa­ti­on in Kin­der­ta­ges­stät­ten und Krip­pen ist zu begrü­ßen. Ange­sichts der Mil­li­ar­den­über­schüs­se an Steu­er­gel­dern, die in Bund und Land erwirt­schaf­tet wur­den, sind wir jedoch der Mei­nung, hier wäre mehr drin gewe­sen.

Die geplan­te bes­se­re Per­so­nal­aus­stat­tung und Ver­klei­ne­rung der Betreu­ungs­grup­pen schafft nicht nur für die Kin­der ein bes­se­res Ange­bot, son­dern erleich­tert auch Erzie­he­rin­nen und Erzie­hern ihre anspruchs­vol­le Arbeit. Aber eine Ver­klei­ne­rung der Grup­pen auf 20 Kin­der reicht nicht aus. Das Akti­ons­bünd­nis „Unse­re Kin­der – unse­re Zukunft“ aus Eltern­ver­tre­tun­gen, Gewerk­schaf­ten und Sozi­al­ver­bän­den for­dert Grup­pen­grö­ßen von 16 Kin­dern mit 2 Erzieher*innen in Voll­zeit. Die­ses Ziel wird mit 20, in Aus­nah­me­fäl­len 22 Kin­dern pro Grup­pe weit ver­fehlt.

Auch die Decke­lung der Kos­ten und die Ein­füh­rung einer ein­heit­li­chen Sozi­al­staf­fel machen Sinn. Wer die Kos­ten für die Eltern aller­dings im Ein­zel­nen betrach­tet, wun­dert sich denn doch, war­um das neue Gesetz als Rie­sen­schritt zur Ver­bes­se­rung der früh­kind­li­chen Betreu­ung und Bil­dung gefei­ert wird.

Ins­be­son­de­re die finan­zi­el­le Ent­las­tung der Eltern ent­puppt sich bei genau­em Hin­se­hen als schwa­ches Argu­ment für ein kin­der­freund­li­ches Schles­wig-Hol­stein. Die Betreu­ung eines 18 Mona­te alten Kin­des kos­tet in Zukunft maxi­mal 141 Euro bei 5 Stun­den, 288 Euro bei 8 Stun­den täg­lich. Die Eltern­bei­trä­ge in den meis­ten Bun­des­län­dern lie­gen deut­lich unter die­sen Beträ­gen, ins­be­son­de­re für Fami­li­en mit Ein­kom­men unter 50.000 Euro. Ähn­li­ches gilt auch für die Eltern­bei­trä­ge für Kin­der über 3.

In vie­len Bun­des­län­dern ist zumin­dest das letz­te Jahr in der Kita frei, in eini­gen weni­gen zah­len Eltern für Kin­der über 3 Jah­ren gar nichts. Dies gilt z.B. für unser Nach­bar­bun­des­land Nie­der­sach­sen. In Meck­len­burg-Vor­pom­mern zah­len Eltern nur für ein Kind, jün­ge­re Geschwis­ter­kin­der sind grund­sätz­lich bei­trags­frei. In Ham­burg zah­len Eltern für 5 Stun­den inklu­si­ve eines Mit­tags­es­sens nichts.

Bil­dung soll­te kos­ten­los sein, auch vor der Schu­le. Wenn die Lan­des­re­gie­rung sich hier­zu nicht durch­rin­gen konn­te, so hät­te es doch wenigs­tens ein bei­trags­frei­es 3. Kita­jahr sein sol­len. Damit kein Kind unvor­be­rei­tet in die Schu­le muss.

Zurück zur Fami­lie Peters. Wo zie­hen sie denn nun hin? Nach Buch­holz in der Nord­hei­de in Nie­der­sach­sen.

Mari­an­ne Kol­ter, Lan­des­spre­che­rin

Heu­te ist der Tag der Bil­dung. In Deutsch­land ent­schei­det immer noch vor allem die sozia­le Her­kunft über den Bil­dungs­er­folg und spä­te­re Per­spek­ti­ven. Als LIN­KE for­dern wir einen grund­le­gen­den Sys­tem­wech­sel und vom Geld­beu­tel unab­hän­gi­ge Bil­dungs­chan­cen. Wir for­dern hoch­wer­ti­ge, inklu­si­ve und chan­cen­ge­rech­te Bil­dung für alle Men­schen. Die Fra­ge der Bil­dungs­ge­rech­tig­keit hat sich zu einer der gro­ßen sozia­len Fra­gen ent­wi­ckelt, denn nicht zuletzt Bil­dung ent­schei­det über gesell­schaft­li­che Teil­ha­be. Hier­zu erklärt Luca Grim­min­ger, Mit­glied des Lan­des­vor­stan­des der Par­tei DIE LIN­KE in Schles­wig-Hol­stein und Kreis­vor­sit­zen­der in Flens­burg: „Wäh­rend nur zwei Pro­zent der mate­ri­ell gut ver­sorg­ten Kin­der höchs­tens einen Haupt­schul­ab­schluss schaf­fen, sind es unter den Schüler*innen, die in Armut leben, mehr als zwölf­mal so vie­le! Unse­re Auf­ga­be ist es, dafür zu sor­gen, dass alle Kin­der, Jugend­li­chen und Erwach­se­nen die glei­chen Bil­dungs­chan­cen haben. Für uns als LIN­KE steht fest, dass wir wei­ter Druck machen für ein gerech­te­res und vor allem bes­se­res Bil­dungs­sys­tem.“

Anläss­lich der Bun­des­ta­gung der BAG Woh­nungs­lo­sen­hil­fe, stell­te der Ver­band sei­ne aktu­el­le Schät­zung der Zahl der woh­nungs­lo­sen Men­schen in Deutsch­land, für 2018 vor. Im Lau­fe des Jah­res 2018 waren ca. 678.000 Men­schen (Jah­res­ge­samt­zahl) in Deutsch­land ohne Woh­nung. Damit ist die Zahl der Woh­nungs­lo­sen stark gestie­gen. Im Jahr 2018 waren 678.000 Men­schen ohne Woh­nung, 4,2 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. DIE LIN­KE Flens­burg zeigt sich besorgt über den star­ken Anstieg der Zah­len.

DIE LIN­KE Flens­burg for­dert schon seit Jah­ren bezahl­ba­ren Wohn­raum für alle. Der­zeit ist bezahl­ba­rer Wohn­raum in Flens­burg Man­gel­wa­re. Eine ver­bind­li­che Min­dest­quo­te für bezahl­ba­ren Wohn­raum bei Neu­bau­pro­jek­ten muss aus­ge­baut wer­den und es darf kein öffent­li­ches Eigen­tum, sei es Grund und Boden oder Wohn­häu­ser, an pri­va­te Inves­to­ren mehr ver­scher­belt wer­den. Der noch vor­han­de­ne bezahl­ba­re Wohn­raum geht durch Miet­stei­ge­run­gen, Umwand­lun­gen in Eigen­tums­woh­nun­gen und durch aus­lau­fen­de Miet­preis­bin­dun­gen von Sozi­al­woh­nun­gen ver­lo­ren. Die Zeit ist schon lan­ge reif, für einen kom­mu­na­len Woh­nungs­bau für Flens­burg. Das Recht auf eine Woh­nung für jeden Men­schen in unse­rem Land, gehört zudem ins Grund­ge­setz.

DIE LIN­KE Bun­des­tags­frak­ti­on will mit einem Öffent­li­chen Woh­nungs­bau­pro­gramm des Bun­des gegen­steu­ern, das einen Umfang von zehn Mil­li­ar­den Euro im Jahr haben und über min­des­tens zehn Jah­re lau­fen soll. Der Bund muss end­lich sei­ner Ver­ant­wor­tung beim sozia­len Woh­nungs­bau bewusst wer­den. Der­zeit hat die Bun­des­re­gie­rung die Bun­des­mit­tel für den sozia­len Woh­nungs­bau in 2020 und 2021 mit jeweils 1 Mrd. € nied­ri­ger ange­setzt als in den Vor­jah­ren. Die Gro­Ko hat­te sich das Ziel von 375.000 Sozi­al­woh­nun­gen pro Jahr gesetzt. Tat­säch­lich wur­den aber nur 285.000 Woh­nun­gen im Jahr 2017 gebaut, dar­un­ter nur 27.000 Sozi­al­woh­nun­gen.

Eine Pres­se­mit­tei­lung des Lan­des­ver­band DIE LIN­KE Schles­wig-Hol­stein.

Aus dem heu­te ver­öf­fent­lich­ten Bil­dungs­mo­ni­tor geht her­vor, dass Schles­wig-Hol­stein drin­gend mehr Per­so­nal in den Bil­dungs­ein­rich­tun­gen ein­stel­len muss. Sowohl in den Schu­len als auch in den Hoch­schu­len müss­ten ca. 25% mehr Stel­len geschaf­fen wer­den, um den Bun­des­durch­schnitt zu errei­chen. „Mehr Per­so­nal im Bil­dungs­we­sen ist drin­gend erfor­der­lich! Ich for­de­re die Lan­des­re­gie­rung zu einer Ein­stel­lungs­of­fen­si­ve für die Schu­len und Hoch­schu­len im Lan­de auf!“, so Moni­ka Kulas, Mit­glied im Lan­des­vor­stand der Par­tei DIE LIN­KE.

Die Par­tei äußer­te aber auch Kri­tik an der Stu­die der INSM (die neo­li­be­ra­le „Initia­ti­ve Neue Sozia­le Markt­wirt­schaft“ – Anm. d. Flens­bur­ger Redak­ti­on): „Kri­te­ri­en, wie der Anteil der MINT-Fächer (Mathe­ma­tik, Infor­ma­tik, Natur­wis­sen­schaf­ten, Tech­nik – Anm. der Flens­bur­ger Redak­ti­on) an den Hoch­schu­len oder eine mög­lichst hohe Ein­wer­bung von Dritt­mit­teln aus der Wirt­schaft, sind für DIE LIN­KE kei­ne Qua­li­täts­merk­ma­le für gute Bil­dung. Wir fin­den es posi­tiv, dass Schles­wig-Hol­stein in die­sen Berei­chen die hin­te­ren Plät­ze belegt“, so Kulas abschlie­ßend.

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Neu­es­te Bei­trä­ge

Fro­he Weih­nach­ten
25. Dezember 2020
Tat­säch­li­che Arbeits­lo­sig­keit 11/2020
2. Dezember 2020
Welt-Aids-Tag 2020
1. Dezember 2020
Glück auf!
28. November 2020
Regie­rungs­er­klä­rung: Kluft zwi­schen dem, was die Bun­des­re­gie­rung leis­tet
28. November 2020

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