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Mai 3, 2019

Groß­bri­tan­ni­en und Kon­stanz machen es vor, dort wur­de die laut­star­ken Pro­tes­te von „Fri­days for Future“ gehört: Der Kli­ma­not­stand wur­de aus­ge­ru­fen. Lei­der ist die­ses Umden­ken in der Ver­wal­tung und den Rats­frak­tio­nen in Flens­burg noch nicht ange­kom­men.

Die Plä­ne zur Zer­stö­rung des Wal­des und der Bau eines Park­hau­ses mit einem 7‑stöckigen Hotel, zwi­schen der Schles­wi­ger Stra­ße und Bahn­hof­stra­ße neh­men wei­ter rie­si­ge For­men an. Ein von der Stadt Flens­burg in Auf­trag gege­be­nes Gut­ach­ten hat erge­ben, das es sich um ein beson­ders schüt­zens­wer­tes Bio­top han­delt.

„Die Rats­frak­ti­on DIE LIN­KE wird die­se Plä­ne unter kei­nen Umstän­den unter­stüt­zen. Wir brau­chen die­se Grü­ne Lun­ge und Hei­mat der dort ansäs­si­gen Tie­re für unse­re Stadt. Durch Licht­ver­schmut­zung, Lärm und 24-Stun­den-Betrieb von Hotel und Park­haus wer­den die Tie­re ver­trie­ben“, so Gabi Rit­ter, Rats­frau der Flens­bur­ger LIN­KEN.

So sol­len an die 60, zum Teil sehr alte Bäu­me gefällt wer­den. Die­ser alte Baum­be­stand ist nicht zu erset­zen. Schon gar nicht, wenn der Ersatz wie geplant außer­halb der Stadt erfol­gen soll. In dem klei­nen Wäld­chen sind sel­te­ne Fle­der­maus­ar­ten zu Hau­se. Auch des­halb hat der klei­ne Wald einen beson­de­ren Schutz­sta­tus.

„Empö­rend  ist, dass gera­de die Grü­nen den Wald und sei­ne Tier­welt für den über­di­men­sio­nier­ten Hotel­bau opfern wol­len“, fügt Gabrie­le Rit­ter noch an. Zudem sieht die Links­frak­ti­on die Siche­rung der umlie­gen­den Häu­ser für nicht aus­rei­chend. Im Hang lau­fen unter­ir­di­sche Bäche, die ihn bei Ein­grif­fen schnell insta­bil machen. Die Gefahr ist groß, dass durch Bau­maß­nah­men der gan­ze Hang ins Rut­schen kommt.

Das Bahn­hofs­um­feld soll in den nächs­ten Jah­ren ent­wi­ckelt wer­den. Wir müs­sen dabei mit den vor­han­de­nen Res­sour­cen scho­nend umge­hen und sie als gro­ße Plus­punk­te sehen. Die­se völ­lig über­di­men­sio­nier­ten Bau­kör­per, die für das neue Vier­tel stadt­bild­prä­gend sein wer­den, zer­stö­ren den Wald und den Allee­cha­rak­ter der Bahn­hof­stra­ße für immer.

Wir appel­lie­ren an alle Rats­frak­tio­nen: Lasst uns die­ses Stück unbe­rühr­ter Natur in unse­rer Stadt erhal­ten. Nie­mand will ein Hotel oder sons­ti­ge Ent­wick­lung am Bahn­hof ver­hin­dern. Aller­dings in ver­nünf­ti­ger und umwelt­scho­nen­der Grö­ße.

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