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Heu­te wird #Glo­bal­Pri­de 2020 gefei­ert. Die­ser ist eine Ant­wort dar­auf, dass durch das neu­ar­ti­ge Coro­na­vi­rus vie­le Ver­an­stal­tun­gen, wie CSD, abge­sagt wur­den.

Auch DIE LIN­KE zeigt heu­te Flag­ge. Wir wol­len dar­an erin­nern, dass es immer noch Men­schen gibt, die auf­grund ihrer sexu­el­len Ori­en­tie­rung, ver­folgt, ermor­det oder gemobbt wer­den. DIE LIN­KE setzt sich für die Gleich­be­rech­ti­gung aller Lebens­wei­sen ein.

Wir setz­ten uns auch dafür ein, dass es im Zuge der Coro­na­kri­se kei­nen Kahl­schlag bei Quee­ren Ein­rich­tun­gen oder För­der­mit­teln für die Sub­kul­tur gibt.

Wenn Du dich auch für Quee­re Poli­tik ein­setz­ten möch­test oder dich dafür inter­es­sierst, dann haben wir dazu eine Arbeits­ge­mein­schaft. In der Arbeits­ge­mein­schaft DIE LINKE.queer sind über­wie­gend Les­ben, Schwu­le, Trans­se­xu­el­le, Trans­gen­der, Bise­xu­el­le und Inter­se­xu­el­le aktiv. Die Arbeits­ge­mein­schaft lehnt Hete­ro­se­xua­li­tät als gesell­schaft­li­che Norm ab. Jeder darf dort mit­ma­chen.

👉🏼 Hier geht’s zum Ein­tritts­for­mu­lar: https://www.dielinke-queer.de/service/eintreten/

Wir geden­ken den Opfer der SED Dik­ta­tur – Gegen auto­ri­tä­re Regime! Ohne Demo­kra­tie kein Sozia­lis­mus!

Der Auf­stand vom 17. Juni 1953 ent­wi­ckel­te sich aus einem Streik auf­grund erhöh­ter Arbeits­nor­men, gros­se Tei­le der Bevöl­ke­rung demons­trier­ten für bes­se­re Lebens- und Arbeits­be­din­gun­gen, mehr Demo­kra­tie und all­ge­mein gegen die Wider­sprü­che und Unter­drü­ckung durch das sta­li­nis­ti­sche Sys­tem. Statt auf For­de­run­gen der Demons­trie­ren­den ein­zu­ge­hen, rief die SED-Füh­rung noch am sel­ben Tag die Rote Armee zur Hil­fe, die in deren Auf­trag den Auf­stand gewalt­sam nie­der­schlug, dabei wur­den 50 Men­schen ermor­det.

Statt Leh­ren aus die­sen Ereig­nis­sen zu zie­hen nutz­te die DDR-Füh­rung die­se Situa­ti­on aus, um die staat­li­chen Repres­sio­nen enorm aus­zu­bau­en und bis zur demo­kra­ti­schen Revo­lu­ti­on 1989 oppo­si­tio­nel­le Grup­pie­run­gen und anders­den­ken­de Ein­zel­per­so­nen mit zer­set­zen­den Metho­den ein­zu­schüch­tern, weg­zu­sper­ren oder aus­zu­wei­sen.

Wir wol­len die­sen Gedenk­tag zum Anlass neh­men auch wei­ter­hin für einen demo­kra­ti­schen Sozia­lis­mus ein­zu­ste­hen. Der Bruch mit dem Sta­li­nis­mus bleibt unser poli­ti­scher Auf­trag und unse­re Ver­ant­wor­tung.

DIE LIN­KE. Flens­burg zeigt Hal­tung gegen #Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund der sexu­el­len Iden­ti­tät. Die Gene­ral­ver­samm­lung der WHO beschloss am 17. Mai 1990 Homo­se­xua­li­tät von der Lis­te der psy­chi­schen Krank­hei­ten zu strei­chen. Der 17. Mai wur­de dar­auf­hin zum Inter­na­tio­na­len Tag gegen #Homo­pho­bie aus­ge­ru­fen. Daher set­zen auch wir heu­te ein Zei­chen für die Gleich­be­rech­ti­gung aller Lebens­wei­sen. Sexu­el­le und geschlecht­li­che Viel­falt ist gesell­schaft­li­che Rea­li­tät. Wir for­dern, die gesetz­li­che Rea­li­tät der gesell­schaft­li­chen Rea­li­tät anzu­pas­sen. Wir wen­den uns gegen jeg­li­che Dis­kri­mi­nie­rung, sei es pri­vat, in der Schu­le oder am Arbeits­platz. Lieb doch wen Du willst! #🏳️‍🌈 Leb doch wie Du willst! #👩‍👩‍👦 Dafür strei­ten wir auch wei­ter­hin! #❤️

Pres­se­mit­tei­lung des Kreis­vor­stan­des vom 23.04.2020

Der Flens­bur­ger Kreis­vor­stand der Par­tei DIE LIN­KE kri­ti­siert die Ent­schei­dung der Lan­des­re­gie­rung, die nächs­ten zwei Sonn­tag für den Ver­kauf zu öff­nen. Die Gesund­heit der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, sowie der Beschäf­tig­ten muss obers­te Prio­ri­tät haben. Zudem belas­tet die­se Ent­schei­dung zusätz­lich Fami­li­en mit Kin­dern, die schon jetzt Schwie­rig­kei­ten haben, für ihre Kin­der eine Betreu­ung zu fin­den.

„Die­se Ent­schei­dung der Wirt­schafts-Lan­des­re­gie­rung ist ein Schlag ins Gesicht aller Werk­tä­ti­gen“, sagt Lorenz Gös­ta Beu­tin, Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter der Lin­ken. Zudem kri­ti­siert der Kreis­vor­sit­zen­de Luca Grim­min­ger, dass die Arbeits­zei­ten in Sys­tem­re­le­van­ten Berufs­grup­pen schon jetzt „bis zum Limit des mensch­lich mach­ba­ren“ aus­ge­dehnt wur­den. Die Ent­schei­dung ent­larvt die Lan­des­re­gie­rung, dass sie von Wert­schät­zung der Ange­stell­ten in den Sys­tem­re­le­van­ten Beru­fen nicht wert­schätzt.

„Nach­dem die Grü­nen ein Pro­gramm zur Ret­tung von Solo-Selb­stän­di­gen und Kunst­schaf­fen­de abge­lehnt haben und Frau Heinold auf Hartz4 ver­wie­sen hat­te, über­rascht mich die Ent­schei­dung zu einem Ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag kaum“ so Nico­las Jäh­ring. Der Kreis­vor­stand wünscht sich von der Flens­bur­ger Ver­wal­tung ein kla­res Bekennt­nis für einen frei­en Sonn­tag für alle Beschäf­tig­ten im Ein­zel­han­del, denn wenn die Lan­des­re­gie­rung die Wert­schät­zung der Ange­stell­ten ernst meint, dann muss der Sonn­tag geschlos­sen blei­ben.

Abschlie­ßend ruft DIE LIN­KE dazu auf, den ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag zu boy­kot­tie­ren und auf eine grö­ße­re Gefahr der Anste­ckun­gen zuguns­ten eini­ger Geschäf­te zu ver­zich­ten.

Lin­ke Rats­frau Gabrie­le Rit­ter und der Kreis­vor­stand der Par­tei DIE LIN­KE sor­gen sich um das Funk­tio­nie­ren der kom­mu­na­len Selbst­ver­wal­tung in Flens­burg. In einer gemein­sa­men Erklä­rung for­dern sie die Kom­mu­nal­po­li­ti­ke­rin­nen und ‑Poli­ti­ker auf, wie­der die Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men, für die sie gewählt wor­den sind.

Seit mehr als sechs Wochen leben wir in Flens­burg jetzt mit dem „Shut-Down“, mit der qua­si Ein­stel­lung allen öffent­li­chen Lebens. Dass das sinn­voll und not­wen­dig ist, bezwei­felt wohl kaum jemand, der um die Gefähr­lich­keit des Coro­na-Virus weiß. Aber es muss die Fra­ge erlaubt sein: Wie weit muss und darf die Läh­mung der Gesell­schaft gehen?

Wäh­rend der Han­del, die Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten und ande­re Grup­pen Wege gefun­den haben, mit der Kri­se zu leben, kommt aus einem Bereich abso­lut über­haupt nichts: Aus der Kom­mu­nal­po­li­tik!

Die Flens­bur­ger Rats­ver­samm­lung ist gewählt, all die Din­ge für Flens­burg zu ent­schei­den, die nicht durch Gesetzt vom Land oder vom Bund ent­schie­den wer­den. Seit mehr als sechs Wochen däm­mert die­se Rats­ver­samm­lung im tie­fen Koma vor sich hin und die Welt dreht sich trotz­dem wei­ter.

Es gibt in der Rats­ver­samm­lung Aus­schüs­se, die gera­de jetzt mit Exper­ti­se gefragt wären. Den Aus­schuss für Sozia­les und Gesund­heit, oder den Aus­schuss für Bür­ger­ser­vice, Schutz und Ord­nung. Deren Auf­ga­be wäre es, sich mit den Din­gen zu beschäf­ti­gen, die den Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner von Flens­burg gera­de zu schaf­fen machen. Es wäre ihre Auf­ga­be, hier Trans­pa­renz her­zu­stel­len und den Men­schen das Gefühl zu geben, dass auch die kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tung funk­tio­niert und die Inter­es­sen der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger Flens­burgs im Blick hat.

Statt­des­sen ist das gesam­te Sys­tem der kom­mu­na­len Selbst­ver­wal­tung, mit Rats­ver­samm­lung, Aus­schüs­sen und wei­te­ren Gre­mi­en seit Wochen abge­taucht.

DIE LIN­KE in Flens­burg und ihre Rats­frau Gabrie­le Rit­ter for­dern den Stadt­prä­si­den­ten und die Gre­mi­en der kom­mu­na­len Selbst­ver­wal­tung auf, end­lich die Arbeits­fä­hig­keit der Rats­ver­samm­lung und ihrer Gre­mi­en her­zu­stel­len. Öffent­li­che Sit­zun­gen der Rats­ver­samm­lung und der Aus­schüs­se müs­sen auch in Zei­ten von Coro­na eine Selbst­ver­ständ­lich­keit sein. Dass dies nicht mit Risi­ken für Teilnehmer*innen oder Zuschauer*innen ver­bun­den sein darf, ist selbst­ver­ständ­lich. Ob Rats­ver­samm­lun­gen und Aus­schuss­sit­zun­gen in der Bür­ger­hal­le oder an ande­ren geeig­ne­ten Orten statt­fin­den, ist unwich­tig. Sie hät­ten, wenn auch nicht beschluss­fas­send, auch über Tech­ni­sche Hilfs­mit­tel wie Video­kon­fe­ren­zen statt­fin­den kön­nen und müs­sen. Wich­tig ist, dass sie statt­fin­den, und zwar öffent­lich. Das kann auch durch Über­tra­gun­gen im Offe­nen Kanal und/oder im Inter­net gesche­hen. Wir wer­den noch min­des­tens bis zur Ein­satz­fä­hig­keit eines Impf­stof­fes mit Ein­schrän­kun­gen im öffent­li­chen Leben rech­nen müs­sen. Wenn wir die kom­mu­nal­po­li­ti­sche Arbeit bis dahin so ein­stel­len wol­len, wie es in den letz­ten Wochen der Fall war, dann bewei­sen wir damit eine trau­ri­ge Tat­sa­che: Dass Demo­kra­tie  für unse­re Stadt nicht not­wen­dig, son­dern nur Beschäf­ti­gungs­the­ra­pie für ein paar Par­tei­mit­glie­der ist, auf die man in kri­ti­schen Zei­ten gut ver­zich­ten kann.

Wie die Lan­des­re­gie­rung heu­te bekannt gege­ben hat, wird ab 29. April das Tra­gen von Mund-und Nasen­schutz­mas­ken im öffent­li­chen Nah­ver­kehr und beim ein­kau­fen Pflicht. Ach­tet dar­auf, dass es beson­ders wich­tig ist, dass der Schutz über Mund und Nase geht. Ist die Nase nicht bedeckt, so ist der Schutz wir­kungs­los. Zudem wird gera­ten, dass Stoff­mas­ken mit min­des­tens 60 Grad gewa­schen wer­den. Bleibt gesund!

Bei der Fahr­kar­ten­kon­trol­le fra­ge ich den Schaff­ner, war­um er kei­ne Mas­ke trägt, obwohl die Bahn expli­zit das Tra­gen einer Mas­ke emp­fiehlt: Die Bahn kämp­fe mit Lie­fer­schwie­rig­kei­ten, aber in ein paar Wochen wür­den wohl auch die Bahn­an­ge­stell­ten mit Mas­ken aus­ge­rüs­tet. Da wären wir dann schon bei einem Dilem­ma: Jetzt sol­len lang­sam die Maschi­nen des Kapi­ta­lis­mus wie­der auf Voll­dampf lau­fen, alle Kraft vor­aus heißt es. Aber noch immer fehlt Schutz­aus­rüs­tung in aus­rei­chen­dem Maß. Man hät­te vor­be­rei­tet sein kön­nen, Stu­di­en zum Aus­maß einer glo­ba­len Pan­de­mie gab es, wur­den aber von den Zustän­di­gen nicht beach­tet.

Ich bin unter­wegs nach Ber­lin, zur Sit­zungs­wo­che des Bun­des­tags. Und ja, Ihr habt recht: Genau genom­men ist mein Leben nicht pan­de­misch, glück­li­cher­wei­se, son­dern es ist mein Leben in der Pan­de­mie, aber da ging es dann halt um die Wort­spie­le­rei zulas­ten der Prä­zi­si­on… Jeden­falls sit­ze ich jetzt im Zug.

Los ging es schon am Bahn­hof und beim Ein­stei­gen: Mit Atem­mas­ke bin ich gemus­tert wor­den wie ein Aus­wär­ti­ger oder Ter­ro­rist. Um genau zu sein, ich habe eine älte­re Dame am Bahn­steig gese­hen, mit Mas­ke, sonst nir­gends. Und bevor Ihr was sagt: Klar, es ist kein abso­lu­ter Schutz, Abstand hal­ten bleibt den­noch not­wen­dig (klappt aber auch immer Sel­te­ner).

Wenn wir in den letz­ten Wochen Radio gehört haben, ist davon viel die Rede gewe­sen, Abstand hal­ten, zu Hau­se blei­ben. Wir als Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te haben da den Luxus, wir kön­nen Home Office machen. Aber man konn­te ja den Ein­druck gewin­nen, die gan­ze Repu­blik sei nicht auf Arbeit, wür­de nur vor Net­flix hocken oder im Park Sport trei­ben.

Real haben über 50 Pro­zent in der Zeit des Lock­down malocht. Vie­le noch mehr als in den Mona­ten davor, was nicht nur an der 700prozentigen Umsatz­steie­rung beim Klo­pa­pier lag. Arbeits­zei­ten wer­den jetzt auch offi­zi­ell auf­ge­weicht, mit dem Arbeits­schutz ange­sichts von Coro­na ist es eh nicht über­all weit her.

Ja, es wur­de geklatscht, gera­de ges­tern Abend habe ich es wie­der gehört, bei uns in der Stra­ße. Und irgend­wie scheint jetzt gera­de klar, dass unse­re Gesell­schaft ganz gut auf die Akti­en­spe­ku­lan­ten und Immo­bi­li­en­haie ver­zich­ten kann, weni­ger aber auf die Pfle­ge­kräf­te und Verkäufer*innen. Dass sie häu­fig mies bezahlt wer­den, dass Vie­le von ihrem Job nicht leben kön­nen, dass das noch jeman­den nach der Kri­se inter­es­siert, dass ist unser Job. Übri­gens: Sie ris­kie­ren gera­de ihr Leben, damit wir was zu essen haben. Ach­ja, ich ver­gaß, ab Mon­tag geht’s ja schritt­wei­se raus aus dem Lock­down, wobei ich noch immer nicht weiß, ob es gesund­heits­po­li­tisch oder nur wirt­schaft­lich sinn­voll ist. Wir wer­den es sehen.

So, Halt Lud­wigs­lust vor­bei. Ich lese die neu­es­te Umfra­ge, Lin­ke ver­liert einen Punkt auf 8 Pro­zent, die CDU wei­ter in Rich­tung 40 Pro­zent. Könn­te jemand die deut­sche Bevöl­ke­rung mal ordent­lich schüt­teln?! Wer hat die Pri­va­ti­sie­rungs­ari­en zu ver­ant­wor­ten der letz­ten Jahr­zehn­te? Ok, es war nicht nur die Uni­on, es waren auch Grü­ne und SPD (die FDP erwäh­ne ich nicht, hier ist neo­li­be­ra­le Ver­kom­men­heit eh Pro­gramm). Und gera­de bei der Uni­on steht eine Maxi­me ganz oben: Dass es nach der Coro­na-Kri­se so wei­ter gehen möge, wie zuvor.

Geschenkt, dass es in Schland nicht so schlimm ist wie in Ita­li­en oder Spa­ni­en, hat zwei Grün­de: 1. Die BRD ist der Zucht­meis­ter Euro­pas und hat vom Spar-Regi­ment in Euro­pa pro­fi­tiert, wäh­rend ande­re Staa­ten ihre Gesund­heits- und Sozi­al­sys­te­me zer­stö­ren muss­ten. 2. Das Gesund­heits­sys­tem ist noch nicht so kaputt, wie es Spahn oder die FDP ger­ne hät­ten (oder bes­ser: vor der Kri­se ger­ne gehabt hät­ten). Es ist noch nicht voll durch­pri­va­ti­siert, Gegen­kräf­te bei den Gewerk­schaf­ten und beim Pfle­ge­per­so­nal konn­ten oft­mals Schlim­me­res ver­hin­dern oder haben sogar zuletzt (Stich­wort Per­so­nal­schlüs­sel oder Fall­pau­scha­len) Ver­bes­se­run­gen erkämpft – immer gegen die Herr­schen­den, ver­steht sich.

Gegen die Herr­schen­den zu demons­trie­ren glau­ben übri­gens auch die, die gegen „Impf­wahn“ oder ähn­li­ches gera­de auf die Stra­ße gehen, sei­en sie rechts­ra­di­kal, wie der selbst­er­nann­te „Volks­leh­rer“, oder Bin­de­glie­der ins eso­te­risch, ver­schwur­bel­te Quer­front-Milieu. Lei­der reicht es bis hin­ein in mei­ne Face­book-Kon­tak­te, dass Bei­trä­ge geteilt wer­den, die so jen­seits von Gut und Böse sind, dass die Tisch­plat­te mei­nes Schreib­ti­sches eine tie­fe Del­le hät­te, wür­de ich mei­nen Kopf bei jedem Video von Wodarg, zu Bill Gates oder wie sie alle hei­ßen in Ver­zweif­lung drauf­schla­gen.

Aber ich erklä­re lie­ber, lie­fe­re Hin­ter­grün­de, Infor­ma­tio­nen, Tipps, wie man ver­mei­den kann, auf Blöd­sinn her­ein­zu­fal­len. Ich ver­ste­he es: In der Coro­na-Kri­se wer­den die Ver­hält­nis­se noch unüber­sicht­li­cher, da wird nach Deu­tung gesucht. Und in den letz­ten Jah­ren haben sich unse­re Medi­en nicht nur mit Ruhm bekle­ckert. Nur dann ins ande­re Extrem zu ver­fal­len ist kei­ne Lösung. Es gilt, Infor­ma­tio­nen wider den Strich zu bürs­ten, zu hin­ter­fra­gen, sich aus unter­schied­li­chen Quel­len zu infor­mie­ren. Ins­ge­samt lässt sich dann ohne Schwur­be­lei­en von KenFM, Rus­sia Today oder Nicht­denk­sei­ten ein aus­ge­wo­ge­nes Bild gewin­nen.

Ich bin abge­schweift: War­um also steht DIE LIN­KE bei 8 Pro­zent, obwohl es doch gera­de auch dar­um gin­ge, soli­da­ri­sche Alter­na­ti­ven zu ent­wi­ckeln, obwohl es aller­or­ten tönt, der Neo­li­be­ra­lis­mus sei tot? Das Eine ist, dass wir in einer Art Kriegs­ge­sell­schaft leben, gestärkt wer­den da die Regie­ren­den, selbst aus Rei­he der Lin­ken gab es ja ver­ein­zel­te Rufe, Kri­tik dür­fe jetzt erst­mal nicht so laut sein, jetzt sei Kri­sen­mo­dus ange­sagt.

Der ande­re Punkt: Unse­re Par­tei hat sich in den letz­ten Jah­ren zu sehr mit sich selbst und ihren Kon­flik­ten beschäf­tigt, ist im Bun­des­tag recht zahm gewor­den, hat hier und da an Pro­fil ver­lo­ren. Und sie hat viel­leicht zu sehr den Blick für’s Gan­ze, für die kon­kre­te Uto­pie der Gesell­schaft der Frei­en und Glei­chen ver­lo­ren.

Mag alles sein, aber die Zeit ist jetzt: Wir brau­chen jetzt Ant­wor­ten für ein radi­ka­les Umsteu­ern unse­rer Gesell­schaft, nicht nur bei Gesund­heit und Sozia­les, auch bei Kli­ma­schutz. In aller Deut­lich­keit: Wes­sen Welt ist die Welt? Das heißt auch: Schluss machen mit dem Kapi­ta­lis­mus. Und nein, das geht nicht von heu­te auf mor­gen. Aber die Brü­che sind da, wir müs­sen sie wei­ten. Dass ein „Sys­tem Chan­ge“ not­wen­dig sei haben die Spat­zen schon vor Coro­na von den Dächern gepfif­fen. Es ist an uns, das Fens­ter auf­zu­sto­ßen. Dass nichts bleibt, wie es war, dies­mal, nach die­ser Kri­se, end­lich ein­mal!

Wir wün­schen euch allen fro­he und gesun­de Ostern.

Auch wenn das dies­jäh­ri­ge Oster­fest anders aus­fällt, so hof­fen wir doch, dass ihr trotz­dem ein paar schö­ne Stun­den im Krei­se der Fami­lie ver­le­ben könnt.

Lei­der vie­len dadurch auch die Oster­mär­sche aus, was wir sehr bedau­ern.

Prü­fun­gen sind nicht das Ziel des Ler­nens, denn die Gesund­heit geht vor. Beson­de­re Situa­tio­nen erfor­dern beson­de­re Rege­lun­gen: Es spre­chen zahl­rei­che epi­de­mio­lo­gi­sche, psy­cho­lo­gi­sche und sozia­le Grün­de gegen die Durch­füh­rung der Abitur­prü­fun­gen. Wir unter­stüt­zen daher die For­de­rung der Schü­le­rin­nen und Schü­ler nach einem Abitur, bei dem ein Durch­schnitt der ein­zu­brin­gen­den Semes­ter­er­geb­nis­se errech­net und als Abitur­no­te fest­ge­legt wird.Bitte unter­stützt mir uns die­se Peti­ti­on der Schü­le­rin­nen und Schü­ler. http://chng.it/9Pkgwbbssh

Die Lan­des­re­gie­rung von Schles­wig-Hol­stein hat ein 40 Mil­lio­nen Paket bereit­ge­stellt um allen Pfle­gen­den einen Bonus von 1500€ zu zah­len. Das ist super und DIE LIN­KE. Flens­burg begrüßt das sehr!

Es ist ein Stück­chen Aner­ken­nung für die jahr­zehn­te­lan­ge Miss­ach­tung des Pfle­ge­be­rufs. Doch wer fällt alles unter die­sen Bonus? Zu ver­mu­ten ist es, dass Aus­zu­bil­den­de aus die­sem Bonus raus­fal­len wer­den.  LIN­KE-Mit­glied und betrof­fe­ner, Nick Elia Wer­ner betont„Auch wir Aus­zu­bil­den­de arbei­ten in Schich­ten. Auch wir arbei­ten 40 Stun­den in der Woche, müs­sen einem phy­si­schem sowie psy­chi­schem Druck stand­hal­ten, sprin­gen an frei­en Tagen für Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen ein und tun alles, damit es Pfle­ge­be­dürf­ti­gen gut geht. War­um soll­te man uns also außen vor las­sen? Wirk­lich ALLE haben einen Bonus verdient!“Einen Unter­schied zwi­schen den Pfle­gen­den soll­te es nicht geben. Und vor allem nicht wäh­rend Coro­na! Wir LIN­KE in Flens­burg for­dern, dass auch Aus­zu­bil­den­de eine Bonus erhal­ten, die­ser darf auch nied­ri­ger aus­fal­len, jedoch darf es nicht nur war­me Wor­te für Aus­zu­bil­den­de geben. Auch sie sind sys­tem­re­le­vant.

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