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Oktober 21, 2019

Ein Kom­men­tar von Luca Grim­min­ger.

Lucke muss es klar gewe­sen sein, dass die Rück­kehr an die Uni­ver­si­tät Ham­burg kein Selbst­läu­fer wird. Zahl­rei­che Antifaschist*innen und Initia­ti­ven haben zum Pro­test auf­ge­ru­fen, unter ihnen auch der AStA der Uni­ver­si­tät Ham­burg.
Recht­lich ist die Sache klar: Lucke ist Beam­ter und nun kehrt er auf die Pro­fes­sur zurück. Sein Dienst­ver­hält­nis hat­te sei­ne Abge­ord­ne­ten­tä­tig­keit über nur geruht. So weit, so gut.

Sei­ne Antritts­vor­le­sung nun konn­te Lucke nicht hal­ten, weil hun­der­te Men­schen dem Auf­ruf zum Pro­test gefolgt sind. Sie brül­len, stim­men Chö­re ein und bewer­fen Lucke mit Papier­ku­geln. In den sozia­len Netz­wer­ken bricht hier­auf­hin eine Debat­te los, wie die Rol­le von Lucke nun zu bewer­ten ist. Er selbst bewer­tet sich als „Boll­werk“ gegen den Rechts­ruck – „sei­ner“ Par­tei. Kon­ser­va­ti­ve und Libe­ra­le sprin­gen ihm bei die­ser Bewer­tung noch zur Sei­te.

Was sie aber ver­ges­sen, wenn sie Lucke bei sei­ner Insze­nie­rung zum lupen­rei­nen Demo­kra­ten ver­hel­fen, sind sei­ne eige­nen zahl­rei­chen Ergüs­se und Dif­fa­mie­run­gen. 2014 bezeich­ne­te Lucke Sin­ti und Roma als „Rand­grup­pe“, die „lei­der in gro­ßer Zahl kom­men (…).“ Nach der Wahl zum Bun­des­tag 2013 bezeich­ne­te er die Demo­kra­tie und den Par­la­men­ta­ris­mus als „ent­ar­tet“ und neu­er­dings hält er Vor­trä­ge für „neu-rech­te“ Gesell­schaf­ten. Es kann nicht sein, dass wir nur rela­ti­vie­ren was Lucke getan hat und ihm und den Geis­tern, die er rief, den Hof berei­ten und sei­nem Ver­hal­ten noch die Abso­lu­ti­on ertei­len. Lucke hat mit sei­ner Par­tei maß­geb­li­chen zu den gesell­schaft­li­chen Zer­würf­nis­sen bei­getra­gen, die wir heu­te erle­ben und unter denen alle Demo­kra­ten lei­den müs­sen.

Als LIN­KE soli­da­ri­sie­ren wir uns mit allen Pro­test­lern und Stu­die­ren­den. Sie haben gezeigt, dass die Uni­ver­si­tät Ham­burg wei­ter­hin ein eman­zi­pa­to­ri­scher Ort der Bil­dung ist und es nicht unwi­der­spro­chen bleibt, wenn ras­sis­ti­scher Het­ze der Hof gemacht wird.

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